Kulturaustausch mit Hanoi/Vietnam 2007

 

Zielsetzung und Profil

In der sozialistischen Volksrepublik Vietnam wird offiziell Vietnamesisch gesprochen, Geschäftssprachen sind Englisch, Französisch und zum Teil Chinesisch. Trotzdem richtet sich das Projekt Bern-Hanoi nicht in erster Linie an Schülerinnen und Schüler, die ihre Fremdsprachenkenntnisse nachhaltig verbessern möchten, dafür gibt es spezifischere Angebote. Hauptziel des Projekts ist die Begegnung und Auseinandersetzung mit einer sich im Umbruch befindlichen asiatischen Kultur, einer von westlichen Einflüssen mehr und mehr geprägten Jugend im Spannungsfeld zwischen McDonald's und Ho Chi Minh. Die meisten Experten sind der Überzeugung, dass die derzeit rasende wirtschaftliche Entwicklung sowie die umfassenden Reformprozesse in (Süd)Ostasien bereits für unsere, bestimmt aber für zukünftige Generationen eine der grössten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen darstellen dürfte. Eine gewisse interkulturelle Sensibilität für diese "asiatische Herausforderung" scheint uns deshalb eine für Mittelschülerinnen und Mittelschüler durchaus erstrebenwerte Kompetenz darzustellen.

 

Enstehensgeschichte

Der Initiative der Stiftung Weltweite Ökumenische Partnerschaft WEP ist es zu verdanken, dass der Kontakt mit Hanoi Ende 2002 erstmals aufgenommen und die Weichen für den Besuch einer kleinen vietnamesischen Delegation am Muristalden gestellt werden konnten. Der Besuch der vietnamesischen Schülerinnen und Schüler im Spätsommer 2003 war für unsere Schule gleichermassen Herausforderung und Bereicherung - wobei von den beteiligten Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern sowie den Gastfamilien grösstenteils positive Rückmeldungen zu vernehmen waren. Der Erfolg dieses "Pionierprojekts" stimmte uns zuversichtlich, im Herbst 2004 unseren vietnamesischen Freunden einen Gegenbesuch abzustatten, wo die Teilnehmenden die vor Jahresfrist geknüpften Kontakte wieder beleben und in eine faszinierende und für die meisten völlig neue Kultur eintauchen konnten

 

Partnerschule in Hanoi

Bei unserer Partnerschule in Hanoi/Vietnam1, handelt es sich um eine private Mittelschule mit Schwerpunkt Wirtschaftsfächer. Rund 2700 Lernende drängen sich jeweils am Vormittag in die Klassenräume, der Nachmittag ist unterrichtsfrei.

 

Planung   

2006: Besuch in Hanoi: Kalenderwochen 38-41

2007: Besuch der vietnamesischen Gäste in Bern: Kalenderwochen 34-36

 

Wer ?

Das Projekt richtet sich an Sekundanerinnen und Sekundaner, die an Stelle des obligatorischen Fremdsprachaufenthalts einen Kulturaustausch in einem aufstrebenden und kulturreichen asiatischen Land absolvieren möchten. Für das Projekt kommen max. 10 motivierte Schülerinnen und Schüler in Frage. Sollten sich mehr Schülerinnen und Schüler für den Austausch interessieren, werden diese sich um die freien Plätze bewerben müssen. Schülerinnen und Schüler welche im Herbst 2005 einen vietnamesischen Gast beherbergt hatten haben im Auswahlverfahren Vorrang. Die Schülergruppe wird abwechselnd von zwei Lehrpersonen begleitet werden.

Die Projektleitung des Kulturaustauschs liegt bei Patrick Keller,  (Französisch/Deutsch, Koordinator 2007). Die neue Arbeitsgruppe Bern-Hanoi (Begleitpersonen 2007/2008) besteht aus folgenden Lehrkräften:

Andreas Gräub (Geografie)
Anna Grothues (Englisch/Geschichte)
Sarah Victoria Steiner (Englisch/Spanisch)

 

Unterkunft

Bei vietnamesischen Gastfamilien, welche auch die Kost und Logis übernehmen werden.

 

Vorbereitung

Die Teilnehmenden werden rechtzeitig auf Sprache, neuere Geschichte und Alltagsgepflogenheiten des Landes vorbereitet. Wir möchten uns in jeder Hinsicht gut und sorgfältig auf diese Kulturbegegnung einstimmen.

Zwischen Frühlings- und Herbstferien werden in regelmässig stattfindenden Vorbereitungsseminaren verschiedene Aspekte zum bevorstehenden Austausch thematisiert und diskutiert. Ausserdem dienen diese - bewährten - Seminare der Gruppenbildung bzw. des gegenseitigen Kennenlernens.

 

Kosten

Die Gesamtkosten belaufen sich erfahrungsgemäss auf maximal CHF 2000.- pro Person, wobei allein der Flug Zürich-Hanoi ca. 1500.- ausmacht. Diese Kosten sind als obere Richtwerte anzusehen. Bitte beachten Sie, dass Sie in der Sekunda von einer Schulgeldreduktion2 profitieren, welche dazu dient, die höheren Kosten des Fremdsprachaufenthalts abzufangen. Diese Gesamtkosten können sich noch durch allfällige Sponsorengelder reduzieren. Wir sind sehr daran interessiert, Gönner und/oder Sponsoren für das junge und viel versprechende Projekt zu gewinnen. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei unserem Geschäftsleitungsmitglied Herrn Edi Probst.

 

 

 

Kontakt

Für allgemeine Auskünfte zum Projekt 2007 oder für Anfragen, als Gastfamilie zu amten, wenden Sie sich bitte an die Mitglieder der Arbeitsgruppe.

Definitive Anmeldungen für den nächsten Gegenbesuch im Jahr 2008 können zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht entgegengenommen werden, wir führen aber eine Liste mit (unverbindlichen) Vormerkungen.

 

Dokumente (zum Download)

Hanoi 2006, ist das was für mich? (Fragebogen, pdf 100kb)

Info-Flyer 2006 (pdf 885kb)

Evaluationsbericht 2004 (pdf 42.8kb)

„Mitnehmen- Liste” für die Reise nach Hanoi 2006 (pdf 50kb)

Powerpoint-Diashow (ppt) zum Herunterladen auf eigenen Rechner (Achtung: 10mb!)

Flugplan 2006 (pdf 550kb)




1

Truòng Trung Hoc Phô Thông Dân Lâp M.V. Lômônôxôp

 

Bedeutung der Namenselemente :

Truòng Schule

Trung Hoc Oberschule  

Phô Thông allgemein, gemeinsam

Dân Lâp Privatuniversität

M.V. Lômônôxôp Michail Wassiljewitsch Lomonossow (1711-1765), russischer Schriftsteller, Chemiker und Astronom. Er leistete wichtige Beiträge sowohl zur Literatur als auch im Bereich der Wissenschaft. Lomonossow wird häufig als Gründer der russischen Wissenschaft bezeichnet, denn seine Erfindungen erstreckten sich auf viele Bereiche. Lomonossow war an der Weiterentwicklung der russischen Erziehung interessiert und wirkte bei der Gründung der Moskauer Staatsuniversität im Jahr 1755 mit.

2

Auszug aus dem Reglement: "Wegen den zusätzlich anfallenden externen Kosten wird die Schulgeld-Jahrespauschale der Sekunda wie folgt gekürzt:

Variante "Standard": Kürzung um 8%

Variante "Forte": Kürzung um 20%

Beschluss der Gymnasiumskonferenz vom 15. Oktober 2001"